Berufswahl - ein Test als Entscheidungshilfe

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Ø Dauer: 11 Minuten


Berufswahl - wofür entscheidest du dich?

Die eigene Berufswahl fällt den meisten von uns sehr schwer. Kein Wunder, denn die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und Bildungsmarkt nehmen von Jahr zu Jahr zu. Vor zehn Jahren war es als Student sehr ungewöhnlich für einige Semester ins Ausland zu gehen. Heute fast schon Normalität. Es gibt in Deutschland über 300 verschiedene staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Fast jedes Jahr kommen neue Ausbildungsberufe hinzu, andere verschwinden wieder. Das Überangebot an verschiedenen Studiengängen an staatlichen und privaten Hochschulen sind bei der Berufswahl ebenfalls keine große Hilfe.

Warum uns die Berufswahl so schwer fällt
Die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt verändern sich rasant, manchmal so schnell, dass eine heute logisch-erscheinende Berufsentscheidung in drei Jahren, also mit dem Erreichen des Ausbildungsabschlusses, wieder falsch sein kann. Nicht nur die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt, auch die Vielzahl an Möglichkeiten machen uns die Berufswahl zur Qual. Kaum einer von uns kann behaupten, auf dem Arbeits- und Bildungsmarkt den Überblick zu haben.

Was beeinflusst unsere Berufswahl? Die Einflussfaktoren
Es gibt eine Vielzahl an Einflussfaktoren, die unsere Berufswahl maßgeblich bestimmen. Zum einen belegen zahlreiche Umfragen, dass die eigene Recherche zu dem wichtigsten Einflussfaktor gehört. Aber auch die Eltern, ein Praktikum und die Freunde seien wichtige Entscheidungshilfen bei der Berufswahl der Jugendlichen. Mit zunehmendem Alter werden verständlicher Weise die Eltern und Freunde für die Berufswahl immer unwichtiger und die persönlichen (beruflichen) Erfahren haben demnach mehr Priorität. Der Berufsberater, das BIZ der Arbeitsagentur und die Lehrer sollen dagegen eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wenn es nach dem Umfragen geht, so sind andere Familienangehöre, die Medien, der eigene Partner, Vereine oder Vorbilder bei der Berufswahl eher weniger relevant. Statistisch betrachtet entscheidet allerdings unser Alter und unser Geschlecht maßgeblich bei unserer Berufswahl mit. Genauso sind unsere Qualifikationen, Interessen, unsere Persönlichkeit sehr wohl für die Berufswahl von Bedeutung. Weiterhin spielen auch die Gegenheiten in der Region, die Wirtschaftsstruktur, Arbeits-, und Ausbildungsmarktlage, die persönliche Mobilität, und ein möglicher Magrationshintergrund eine Rolle. Wie man sieht ist die Anzahl an Einflussfaktoren recht hoch, sodass nicht nur die Arbeitsmarktdynamik und die Vielzahl an Möglichkeiten, sondern auch die Vielzahl ein Einflussfaktoren unsere Berufswahl erschwert.

Hilfe bei der Berufswahl - die Entscheidungshilfe
Wir haben gesehen, weshalb uns die Berufswahl so schwer fällt. Aber welche Hilfe können wir bei der Qual der Wahl erwarten? Lassen wir die oben genannten Einflussfaktoren wie Praktika, Eltern, Freunde außen vor. Umfragen belegen, dass unsere eigene Recherche zu dem wichtigsten Entscheidungskriterium zählt. Aber was genau verbirgt sich hinter “Recherche” neben dem bloßen Studieren der einzelnen Berufsbilder?

Ein Berufswahltest
Die meisten von uns benutzen bei der Recherche zur Berufswahl einen Berufswahltest, oder einfach Berufstest genannt. Der Berufstest ist eine Art Konfigurator. Die Schüler geben möglichst viele Informationen über sich Preis und der Berufstest gleicht die Angaben mit seiner Berufsdatenbank ab. Die besten Treffer (Skill-Matching) werden den Schülern als passende Berufe vorgeschlagen. Es gibt zahlreiche verschiedene Berufstests, die meisten davon sind reine Interessentests, welche nicht die Persönlichkeit, sondern nur die Interessen abfragen. Unserer eigener Berufstest geht auf die Persönlichkeit, die Interessen, die Wünsche und die schulischen Fähigkeiten ein.

Checkliste als Entscheidungshilfe
Die Checklisten helfen uns die einzelnen Berufe zu sortieren. Eine Checkliste kann z.B. so aussehen, dass wir zunächst aufschreiben, was wir persönlich gut können oder gern tun: Also “Was zeichnet uns persönlich aus?”, “was sind wir?” und “was erwarten wir von unserem Beruf?”. Danach werden die in Frage kommende Berufe aufgeschrieben, mit den jeweiligen Aufgaben. Zum Schluss vergleichen wir die Aufgaben der Berufe mit unseren eigenen Eigenschaften. Die Berufe mit der meisten Überdeckung sollten uns am einfachsten fallen.

Kreativitätstechniken
Viele versuchen sich auch an Kreativitätstechniken, um den für die geeigneten Beruf zu finden. Anders als bei einer Checkliste sind die hier zum Einsatz kommenden Methoden nicht ganz so rational. Zum einen ist da die Chancen-Risiko-Analyse, bei der für jeden Beruf alle Risiken und alle Chancen mit Wahrscheinlichkeiten belegt werden. Danach werden die einzelnen Einstufungen miteinander verglichen. Oder die Brainstorming-Methode. Dabei werden zunächst alle in den Sinn kommenden Berufe aufgeschrieben. Danach schreibt man die Assoziationen zu den Berufen auf, also alles was man mit den Berufen verbindet. Zum Schluss werden die Überlegungen gegenübergestellt.



Egal welche Entscheidungshilfe wir nutzen, eins sollten wir auf jeden Fall tun: Wir sollten die Entscheidung möglichst bald treffen und mit der Berufswahl nicht zu lange warten. Denn oft bewahrheitet es sich, dass keine Entscheidung zu treffen, dann genau die falsche Entscheidung ist.

Kommentare (35)


derarcotschierschke23r345365
11.12.2014 - 13:07
bin sehr dolle beeindruck kann auch der perfekte Beruf für mich heraus, Müllmann !:-)

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Anonym
07.09.2014 - 14:35
sehr informativ

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Anonym
30.10.2014 - 08:52
ich will kein Jäger werden

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Anonym
18.11.2014 - 18:37
Fand ich wirklich gut!

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Anonym
18.02.2015 - 11:35
Ich finde die Testfragen teilweise eher ungenau. Das Ergebnis finde ich leider nicht zutreffend.

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Anonym
01.03.2015 - 12:47
Ich finde das gut mir wurde das Beispiel "Anlagenmechaniker" gegeben... ich werde das Geschäft meines Vaters übernehmen:-)

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Anonym
19.02.2015 - 20:05
Ich will keine Chemiekeren werden

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Anonym
11.07.2014 - 12:35
war sehr ausführlich

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